EMDR

In Kooperation mit dem EMDR Institut bieten wir Ihnen (Ausbildungsteilnehmern bzw. Teilnehmern der Einführungsveranstaltungen) ab sofort:

  • eine Vergünstigung von 5% für die Einstiegs- und Fortgeschrittenenveranstaltung beim EMDR Institut http://www.emdr-institut.de/emdr-ausbildung.html bei der Ausbildung zum EMDR-Therapeut für die Erlangung der Zusatzqualifikation nach den Psychotherapie-Richtlinien der KV
  • zur Erlangung der für KV-Zertifizierung notwendigen Therapiestunden
    • Behandlung von Traumapatienten in unserer Institutsambulanz unter Supervision
    • Vermittlung  von Supervisoren

Voraussetzung für die EMDR-Ausbildung und das Traumacurriculum ist die Approbation als Psychologische Psychotherapeutin/Psychologischer Psychotherapeut bzw. die Approbation als Ärztin/Arzt.

Aktuell in Planung beim vfkv ist für 2019 ein  Curriculum „Psychotherapie der Traumafolgestörung„.

Ansprechpartner:
Frau Maren Strecker

Arbeit mit pathogenen Erinnerungen in der Psychotherapie
EMDR als neuer Psychotherapieansatz

Dr. Arne Hofmann, Dr. Karsten Böhm

Freitag, 22.06.2018, 09:30 – 17:00 Uhr

Eine zunehmende Anzahl von Studien zeigt, dass belastende Lebensereignisse, die nicht ausreichend verarbeitet werden, nicht nur einen Risikofaktor für spätere psychische Störungen darstellen, sondern auch eine Reihe von psychischen Störungen auslösen und/oder verstärken können. Zu den bekanntesten Störungen, die durch belastende Erinnerungen ausgelöst werden, gehört die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), aber auch Störungen wie prolongierte Trauer, bestimmte Formen von Angststörungen und der Depression. Die Borderline Persönlichkeitsstörung, Störungen des psychotischen Formenkreises aber auch Suchtstörungen werden durch eine komorbide posttraumatische Belastungsstörung schlechter behandelbar. Auf der anderen Seite scheinen bestimmte Schmerzstörungen mit Erinnerungen an früheren Schmerzen und Craving bei Suchtpatienten mit Erinnerungen an früheren Substanzmissbrauch zusammen zu hängen.

EMDR ist eine neue Psychotherapiemethode, die 2015 zur Behandlung der PTBS in die deutsche Richtlinienpsychotherapie aufgenommen wurde u.a. weil sie belastende Erinnerungen schneller als andere Therapieformen behandeln kann. Durch diese Möglichkeit belastende, meist mit vegetativem Arousal verbundene Erinnerungen zügig zu bearbeiten, zeigt sich in neueren Studie, dass EMDR nicht nur im Bereich der PTBS, sondern auch im Bereich von Angststörungen, Depressionen und bestimmter Schmerzstörungen effektiv ist.

Das Seminar soll diesen neuen Zugang zu bestimmten Störungen und die Möglichkeiten der EMDR Methode nach dem neusten Forschungsstand und aus der Erfahrung der Referenten darstellen und diskutieren.

Anmeldung hier

Dr. Arne Hofmann ist Facharzt für Psychosomatische und Innere Medizin und Leiter des EMDR-Instituts Deutschland. Er hat 1991 die EMDR Methode im deutschsprachigen Raum eingeführt, ist Mitgründer der deutschsprachigen Fachgesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und Mitglied der deutschen Leitlinienkommision zur Behandlung der PTBS.  Dr. Hofmann lehrt, forscht und publiziert international.

Dr. Karsten Böhm ist Psychologischer Psychotherapeut (VT) und leitender Psychologe der akutpsychiatrischen Klinik Friedenweiler. Er ist seit 2012 im Vorstand von EMDRIA Deutschland und hat 2016 ein Fachbuch zu EMDR in der Behandlung der PTBS (Springer) veröffentlicht. Zudem ist er Supervisor und Ausbilder für EMDR und verschiedenen Verhaltenstherapieinstituten.