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Die S3-Leitlinie zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung betont die Wirksamkeit trauma-fokussierter psychotherapeutischer Verfahren in Hinblick auf die Reduktion der PTBS-Kernsymptomatik. Insbesondere sind die Effekte von kognitiv-behavioralen Therapieansätzen mit Traumafokus sowie von EMDR gut belegt. In diesem Workshop soll als Beispiel einer kognitiv-behavioralen Methode die Cognitive Processing Therapy (CPT) bei PTBS nach Typ-I-Traumatisierungen vorgestellt werden. Das deutschsprachige Manual strukturiert die Behandlung im Rahmen von insgesamt 15 Sitzungen. Arbeitsblätter und therapeutische Hausaufgaben sind feste Bestandteile aller Termine. Auch wenn in der CPT Narrative zur Traumaexposition verwendet werden, stehen diese – im Gegensatz zur prolongierten Exposition – nicht im Vordergrund der Behandlung. Stattdessen werden die kognitive Modifikation dysfunktionaler trauma-assoziierter Bewertungen und Gefühle sowie deren Auswirkungen auf das Leben der Patientinnen und Patienten fokussiert. Begleitend werden Betroffene bei der Strukturierung ihres Alltags unterstützt, was zur gleichzeitigen Besserung komorbider affektiver Erkrankungen beiträgt.

Im Rahmen des Workshops werden relevante verhaltenstherapeutische Störungsmodelle der PTBS sowie die einzelnen Module des CPT-Manuals vorgestellt. Ausgewählte therapeutische Bausteine werden anhand von praktischen Übungen erlernt und einzelne Methoden mit Hilfe von Fallbeispielen verdeutlicht.

Dozentin
Dipl.-Psych. Christine Schubert
studierte Psychologie an der Universität Kiel und absolvierte die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (VT) am vfkv in München. Weitreichende Erfahrungen im Bereich der Psychotherapie von Traumafolgestörungen erlangte sie während ihrer Tätigkeit in den Trauma-Ambulanzen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie sowie der LMU München. Seit 2018 ist Frau Schubert im Landkreis Starnberg niedergelassen und behandelt schwerpunktmäßig Patientinnen und Patienten mit Traumafolgestörungen, affektiven Erkrankungen, Angsterkrankungen und Partnerschaftsproblemen. Darüber hinaus promoviert sie an der KU Eichstätt zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung. Sie ist Mitglied der deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie.

Datum und Ort
22.10.2021, 09.30 – 17.00 Uhr
vfkv – Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117

Kosten
175,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 10 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

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