Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Spezielle Psychotraumatherapie: Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschließlich Dissoziativer Störungen

21. März 2026 - 17. Oktober 2026

Veranstaltungsserie (Alle ansehen)
- 752€
Eine minimalistische Grafik zeigt links ein ungeordnetes Linienknäuel, das nach rechts hin in einen sauber aufgewickelten, kreisförmigen Faden übergeht – Symbol für Klärung und Problemlösung.

Dieses Workshop-Modul umfasst 4 Veranstaltungstage.

Im ersten Workshop, am 21.3.2026 (online), werden die Diagnostik und Behandlung dissoziativer Störungen durch Dr. Leonhard Kratzer interaktiv und mit praktischen Übungen vermittelt. Gemäß der Vorgaben der DeGPT für das Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie wird eine strukturierte diagnostische Abklärung von Art und Schwere dissoziativer Symptome und Störungen nach ICD-11 vorgestellt und intensiv auf die Differentialdiagnostik zu Psychose, Zwang etc. eingegangen. Neben antidissoziativen Fertigkeiten werden auch Strategien zum Umgang mit Stimmenhören, Amnesien und Identitätsveränderungen eingeübt. Herausforderungen wie anhaltende Gewalt werden ebenso thematisiert wie die Besonderheiten der Traumakonfrontation.

Am 09.05.2026 (Präsenz), stellt Dr. Markus Pausch EMDR als Überblicksmethode in der Behandlung komplexer Traumafolgestörungen vor.

Am 16./17.10.2026 (Präsenz) wird Prof. Dr. Anne Dyer ausführlich auf die Besonderheiten der Behandlung von Patient:innen eingehen, die an einer komplexen PTBS nach sexuellem oder körperlichen Missbrauch leiden. Vertieft behandelt wird das Verfahren DBT-PTBS, welches Elemente aus der Dialektisch-Behavioralen-Therapie und der Trauma-fokussierten kognitiv-behavioralen Therapie (Tf-KBT) kombiniert. Dieses Verfahren ist besonders gut geeignet für Patien:innen mit einer Doppeldiagnose PTBS und emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung. Es werden vielfältige Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt. So werden Sie unter anderem gestufte und gut steuerbare Verfahren der Konfrontation mit dem Erlebten sowie die Veränderung dysfunktionaler Verhaltensweisen kennenlernen. Außerdem wird für die Spezifik der Beziehungsgestaltung mit Traumatisierten sensibilisiert und spezielle Komplikationen in der therapeutischen Beziehung werden diskutiert. Als wichtiger Baustein wird die Kompetenz der skillsbasierten Konfrontation vermittelt. Die Inhalte werden mit Fallbeispielen, Master-Roleplays und Videobeispielen erweitert und vertieft. In den Kleingruppen bekommen die Teilnehmer:innen die Möglichkeit das Gelernte auszuprobieren und sich auszutauschen.

In diesem Workshop werden die Inhalte aus Modul 7 des Curriculums Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT) vermittelt. Eine ausführlichere Beschreibung der Inhalte finden Sie hier.

 

Dozent:innen

Dr. Leonhard Kratzer ist Psychologischer Psychotherapeut (VT), Traumatherapeut (DeGPT), EMDR-Therapeut (EMDRIA), Fachsupervisor Traumatherapie (GPTG), Supervisor (PTK Bayern) und seit 2017 Leitender Psychologe der Klinik für Psychotraumatologie der Klinik St. Irmingard. Sein klinischer Fokus gilt der posttraumatischenBelastungsstörung, der Borderline-Persönlichkeitsstörung und den dissoziativen Störungen. Er forscht und publiziert unter anderem zu Trauma und Sexualität, Dissoziation, häuslicher Gewalt und der Personalisierung von Psychotherapie.

 

Dr. med. Markus J. Pausch ist Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, sowie kognitiver Verhaltenstherapeut, tiefenpsychologisch-fundierter Psychotherapeut, EMDR-Therapeut und -supervisor (EMDRIA-zertifiziert). Im Rahmen seiner Facharztausbildung arbeitete er an der Universitätsklinik Regensburg, am Klinikum Bogenhausen und am kbo-Isar-Amper-Klinikum, Region München. Seit 2013 ist sein Tätigkeitsschwerpunkt die Psychotraumatologie.

 

Prof. Dr. Anne Dyer war von 2004 bis 2011 als Psychologische Psychotherapeutin in der Klinik für Psychosomatik des ZI unter Leitung von Prof. Dr. Bohus tätig und unterstützte beim Aufbau der Station mit Psychotraumatologischem Schwerpunkt. Sie ist Mitentwicklerin der DBT-PTSD und begleitete deren Implementierung im stationären und ambulanten Setting. Seit Oktober 2018 ist Prof. Dr. Anne Dyer in eigener Praxis mit KV-Sitz in Weinheim tätig. Seit Januar 2019 ist sie zudem stellvertretende Leitung des ZPP Mannheim. Sie ist als Supervisorin der DeGPT für den Weiterbildungsgang „Psychotraumatologie“ (KJP und PP) tätig.

 

Zielgruppe

  • approbierte Psychologische Psychotherapeut:innen
  • approbierte Ärzt:innen mit Facharztqualifikation für Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychotherapeutische Medizin/Psychosomatische Medizin oder mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie
  • Therapeut:innen in fortgeschrittener Psychotherapieaus-/ weiterbildung
    Beginn der Zusatzqualifikation im fortgeschrittenen Ausbildungsstatus. Kommen Sie bitte zur Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen auf uns zu.
  • interessierte Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen (Teilnahme ohne Zertifizierung)

 

Datum und Ort

21. März 2026, 09:30 – 17:00 Uhr (online)
09. Mai 2026, 09:30 – 17:00 Uhr (in Präsenz)
16./17. Oktober 2026, 09:30 – 17:00 Uhr (in Präsenz)

vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstraße 117/ 5. Stock, München

Die online-Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig, spätestens einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail vom vfkv – Ausbildungsinstitut München gGmbh zugesandt, den Zahlungseingang vorausgesetzt.

Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an das vfkv – Ausbildungsinstitut München gGmbH.

 

Kosten
752,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern

Buchung

Beim Klick auf den untenstehenden Button werden Sie zur Veranstaltungsplattform von eveeno weitergeleitet.