Veranstaltungen

Im praxisorientierten Workshop mit Übungen und der Möglichkeit, eigene Fälle einzubringen, wird die Schematherapie bei Depressionen gemeinsam erarbeitet. Im Fokus steht dabei die Arbeit mit der emotionsaktivierenden bzw. regulierenden Technik der Modusdialoge auf Stühlen. Diese werden mit Blick auf in der Depression (auch mit komorbiden Persönlichkeitsstörungen) prototypischen Moduskonstellationen erarbeitet, diskutiert und geübt. Die Teilnehmenden sollen Mut, Lust und Ideen für ihre praktische therapeutische Tätigkeit mitnehmen, um mit Modusdialogen auf Stühlen auch vermehrt mit Patienten mit Depressionen zu arbeiten.

Dozent
Dr. Samy Egli
ist Psychologischer Psychotherapeut und seit 2015 Leitender Psychologe am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Sein Studium der Psychologie schloss er 2004 in Zürich nach einem Jahr mit klinischer und Forschungserfahrung in Boston, USA ab. Er promovierte 2008 an der Schnittstelle zwischen Kognitionspsychologie, Psychopathologie und Informatik an der Universität Zürich und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er absolvierte eine Ausbildung in einem methodenintegrativen Ansatz und war mehrere Jahre psychotherapeutisch in einer Klinik tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der weiteren Etablierung moderner, integrativer psychotherapeutischer Methoden in Psychiatrie und Psychotherapie in Klinik, Forschung und Lehre mit einem Fokus in und großem Spaß an Schematherapie. Er ist als Supervisor und Dozent in Verhaltenstherapie und Schematherapie in verschiedenen Ausbildungsinstituten und Kliniken tätig.

Literatur:
Egli, S., Frieß, E., Graf, P., Höhn, D., Kopf-Beck, J., Rein, M. L. et al. (2019). Schematherapie bei Depressionen – Ein Behandlungskonzept für das (teil)stationäre Setting. Göttingen: Hogrefe.

Datum und Ort
18.09.2020, 19:00 – 22:00 Uhr
vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Kosten
80,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 5 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

Buchung

Die Weiterentwicklung der Schematherapie am Institut für Schematherapie in Eckernförde hat zu einer neuen Richtung in der Verhaltenstherapie geführt: die Person-geleitete Verhaltenstherapie (P-gVT). Diese liefert sowohl ein Rahmenkonzept als auch spezifische Vorgehensweisen für Diagnostik, Änderungsplanung und Interventionsschritte. Sie eignet sich besonders für Personen mit anhaltenden und therapieresistenten Schwierigkeiten im Umgang mit sich selbst, mit anderen Personen und mit der Bewältigung ihrer realen Lebensbedingungen. Für Diagnostik und Änderung ist der Einsatz von Puppen als Repräsentanten relativ eigenständiger Personanteile eine zentrale Methode der P-gVT.
In dem Seminar werden die Theorie, das umfangreiche Material sowie Anwendungsbeispiele vorgestellt und in praktischen Übungen vertieft.
Unter anderem liefert die P-gVT eine richtungsweisende Vordiagnostik, die einen motivierenden Einstieg in die Therapie ermöglicht und bei der Bewältigung schwieriger Wendepunkte im Verlauf hilft.
Zu den Vorzügen etablierter Techniken der Verhaltenstherapie und Schematherapie für die „Heilung“ von Patienten tritt in der P-gVT noch der Aspekt der Entwicklung der Person.
Für viele Patienten kann gelten: Beim Eintritt in die Therapie dominieren Personanteile der Unterwerfung, im Verlauf und am Ende sind selbstbestimmte Anteile der Person entwickelt oder erstarkt.

Dozent
Prof. Dr. Heinrich Berbalk
Universitätsprofessor Dr. phil. Heinrich Berbalk studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, im Anschluss Lehre und Ausbildung an den Universitäten Kiel, Trier und Hamburg. Er ist Psychologischer Psychotherapeut für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche und führt eine eigene Praxis. Zudem gründete er das Ausbildungsinstitut „Person-geleitete Veränderung Eckernförde“.
Er etablierte und erweiterte das Curriculum der Schematherapie für das In- und Ausland. Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld ist die
Theorieentwicklung sowie Anwendung und Weitergabe der Person-geleiteten Verhaltenstherapie.
Anwendungsfelder: Ambulanzen, Kliniken für Erwachsene, Kinder und Familien, Selbsterfahrung sowie Supervision, Fallsupervision auch für Behandlungsteams.

Literatur:
Schematherapie und Person-geleitete Verhaltenstherapie. Heinrich Berbalk. In: J.Margraf, S.Schneider (Hrsg.)
Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Band I (2018) Springer Verlag, Kapitel 38

Datum und Ort
22.04. & 23.04.2020, jeweils 09:30 – 17:00 Uhr
vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Kosten
315,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 20 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

Buchung

Im Zentrum dieses Workshops steht die Erstellung der schematherapeutischen Fallkonzeption. Das Fallkonzept ist – an der Schnittstelle zwischen Diagnostik und Beginn der eigentlichen schematherapeutischen Fallarbeit – von zentraler Bedeutung.
Die vorherrschenden Schemata und Modi werden erfasst und in Bezug zu ihren Entwicklungsbedingungen und zu den aktuellen Lebensproblemen des Patienten gestellt. Die „innere Landschaft“ des Patienten wird im Modusmodell dargestellt – so wird die innere Dynamik der Modi für den Patienten nachvollziehbar. Darauf bezogen wird das schematherapeutische Vorgehen geplant. Das Modusmodell stellt im Verlauf den gemeinsamen Bezugsrahmen für Patient und Therapeut dar.
Die Teilnehmenden können in diesem Workshop ihre Kenntnisse vertiefen und in der Arbeit mit Fallbeispielen und eigenen Fällen neue Kompetenzen und Sicherheit in der Anwendung gewinnen. Sie lernen, das modusorientierte Fallkonzept selbständig zu erstellen und das schematherapeutische Vorgehen zu planen. Im Plenum wird das Vorgehen an Fallbeispielen erklärt und demonstriert. Der interaktive Austausch ist dabei erwünscht und Erfahrungen mit den ersten eigenen Fällen der Teilnehmenden werden weitmöglich einbezogen und diskutiert. In Kleingruppen wird das Vorgehen selbständig geübt.

Dozentin
Dr. med. Susan Mehraein
ist Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach langjähriger Tätigkeit als Oberärztin an der Uniklinik Freiburg ist sie seit 2015 in eigener Praxis in Freiburg niedergelassen.
Sie ist Dozentin und Supervisorin für KVT am Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie (FAVT), für Schematherapie (ISST), IPT (DG-IPT) und CBASP (CBASP-Network).
Die Schematherapie hat sie von Jeffrey Young persönlich erlernt, seit 2008 zertifiziert und seither als Dozentin, Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin tätig.
Die Schematherapie ist ihr persönliches Steckenpferd und ein Schwerpunkt ihrer klinischen, supervisorischen und didaktischen Arbeit.

Datum und Ort
19.03.2020, 14:00 – 19:00 Uhr
20.03.2020, 09:00 – 14:00 Uhr
vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Kosten
260,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 14 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

Buchung