Schlagwortarchiv für: Traumatherapie

Die Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT, entwickelt von M. Smucker) kombiniert die imaginative Traumakonfrontation mit dem Aufbau von Bewältigungsbildern (Stärke- und Überlegenheitsbilder, sowie Selbstfürsorge- und Selbstberuhigungsbilder). Dadurch können neben Angst- und Ohnmachtsgefühlen auch andere traumabezogene Gefühle wie Schuld, Scham oder Selbstablehnung verändert werden. Die IRRT ist eine sehr wirksame und für Patient:innen gut tolerierbare Intervention nach interpersonellen Traumata im Rahmen von PTBS, anhaltender Trauer oder anderen psychischen Erkrankungen, bei denen belastende zwischenmenschliche Erlebnisse noch eine Schlüsselrolle spielen. Der Workshop bietet eine Einführung in die IRRT und ihre Anwendungsmöglichkeiten durch Vorträge, Fallvorstellungen, Videopräsentationen, eine mögliche Live-Demonstration und das Üben der Methode in Kleingruppen.

Dozentin
tanja zöllnerDr. Dipl.-Psych. Tanja Zöllner
Studium der Psychologie in Konstanz und Boston, Promotion und internationale Veröffentlichungen zu PTBS und posttraumatischem Wachstum, seit 2003 Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene (VT), Supervisorin (VT), Dozentin, in KJP-Zusatzausbildung, seit 2004 tätig in der Schön Klinik Roseneck mit unterschiedlichen Schwerpunktstationen für Erwachsene und Jugendliche (u.a. Zwang, Trauma, Essstörungen, Depression), Leitung spezialisierter Gruppentherapien zu PTBS oder anhaltender Trauer. Klinische Schwerpunkte: PTBS, Trauer, Angst- und Zwangsstörungen, Therapie mit Jugendlichen.

Zoellner, T., & Maercker, A. (2006). Posttraumatic growth in clinical psychology – a critical review and introduction of a two component model. Clinical Psychology Review, 26, 626-653.

Orsen, B., & Zöllner, T. (2007). Traumafokussierte Gruppentherapie für sexuell traumatisierte Frauen. Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, 55, 111-122.

Datum und Ort
01. Juli 2022, 09:30 – 17:00 Uhr
vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Kosten
160,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

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In diesem Seminar geht es vor allem um die Begleitung von Eltern nach dem Tod ihres Kindes. Diese Situation unterscheidet sich in vielfältiger Weise von anderen Verlusterlebnissen und Traumatisierungen und stellt besondere Anforderungen an die Behandler. Oftmals erleben sich entsprechende Eltern in den herkömmlichen psychotherapeutischen Angeboten unverstanden und kaum wahrgenommen. Auch primär traumafokussierte Herangehensweisen missachten oftmals die spezifische Situation verwaister Eltern und den Stellenwert der Trauer als wegweisende Ressource.

Ziel dieses Kurses ist es, Psychotherapeut:nnen auf die Situation von Familien nach dem Tod eines Kindes vorzubereiten und dabei therapeutische Vorgehensweisen sowohl für die Akutsituation als auch die Langzeitbegleitung zu vermitteln. Die Teilnehmer:innen sollen ermutigt werden, sich dem Thema zu öffnen und zukünftig mit entsprechenden Eltern zu arbeiten. Daher geht es in diesem Kurs vor allem um anwendungsrelevantes beispielhaftes Arbeiten mit Übungssequenzen, Rollenspielen und konkreten Handreichungen.

Dozent
dr-david-althausDr. hum. biol. Dipl.-Psych. David Althaus
Diplom und Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Tätigkeit an der Psychosomatischen Klinik Windach und an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München. Seit 2005 niedergelassener Psychotherapeut in Dachau (VT), Supervisor und Ausbilder für Verhaltenstherapie (VFKV München). Mitbegründer und Vorstand von VIVAS e.V. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Verwaisten Eltern Deutschlands (VEID). Zahlreiche Preise (u.a. Klinikförderpreis 2002 der Bayerischen Landesbank). Umfangreiche Aktivitäten als Autor.

Datum und Ort
15. März 2022, 19:00 – 22:00 Uhr
Online und vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Diese Fortbildungsveranstaltung findet im Hybrid-Format statt. Sie können bequem von Zuhause aus online teilnehmen; darüber hinaus gibt es eine begrenzte Anzahl von Tickets für die Präsenz-Teilnahme im vfkv.

Die online-Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig, spätestens einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail vom vfkv – Ausbildungsinstitut München gGmbh zugesandt, den Zahlungseingang vorausgesetzt.

Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an das vfkv – Ausbildungsinstitut München gGmbH.

Kosten
80,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

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In diesem Seminar wird auf die Besonderheiten der aufrechterhaltenden Faktoren bei der PTBS eingegangen (Modell von Ehlers und Clark) und welche Interventionen verwendet werden können, um den Teufelskreis der Aufrechterhaltung auflösen zu können. Die Teilnehmenden werden Techniken erlernen, die der Affektregulation und Affektkontrolle bei selbstschädigendem Verhalten (in Anlehnung an DBT-Skillstraining) und Selbstberuhigung (insbesondere imaginativ-hypnotherapeutische Techniken, in Anlehnung an Reddemann) dienen, sowie Interventionen zur Reorientierung und Unterbrechung intrusiver Symptome. Weiterhin werden kognitive Techniken zur Bearbeitung von Schuld- und Schamgefühlen vermittelt. Diese können in Kleingruppen eingeübt werden. Zudem werden Interventionen im Umgang mit dem Gefühl Ekel dargestellt, auch hier gibt es die Möglichkeit, diese einzuüben. Darüber hinaus wird das Erstellen von Notfallplänen und Notfallkoffer vertieft und vermittelt, wie in der Traumatherapie Ressourcen der Patienten gefördert und genutzt werden können.

Dozentin
Dipl.-Psych. Almuth Maria Böhm
ist Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene mit Zusatzausbildung für Kinder und Jugendliche, studierte Psychologie an der Universität Tübingen und arbeitete von 2007 bis 2011 in der Ambulanz der Klinik & Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LMU München. Seit 2011 war sie in der CIP Klinik Dr. Schlemmer in Bad Tölz auf der Depressions-, Trauma- und Borderline-Station tätig, seit 2016 als Leiterin der Trauma-Station. Sie ist DeGPT-zertifizierte Traumatherapeutin, DBT-Therapeutin und VT-Supervisorin.

Datum und Ort
13. & 14. 02. 2021, jeweils 09.00-17.30Uhr
Online-Veranstaltung

Kosten
390,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 22 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

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Moderne Traumatherapie ist zwar immer noch „Stabilisierung – Konfrontation – Integration“, aber darüber hinaus sollten zuerst ein paar Dinge geklärt sein: handelt es sich um eine sogenannte frühe, das heißt vorsprachliche Traumatisierung (implizite Erinnerungen im rechten Gehirn) oder gibt es Erinnerungsfragmente im expliziten Gedächtnis (linkshirnig), mit denen wir arbeiten müssen? Sind die Beschwerden die Folge einer einmaligen Hochstresserfahrung oder liegt eine langjährige Entwicklungstraumatisierung in der Kindheit oder Jugend vor? Welche basalen Verteidigungsreaktionen (Flucht, Kampf, Unterwerfung, Einfrieren, Bindungsschrei) haben sich chronisch verfestigt? Brauchen wir ein Reset der basalen Emotionen mit Hilfe von „emotional imagery“? Um all diesen Fragen nachzugehen und einen Plan für ein strukturiertes Vorgehen zu entwerfen, greifen wir auf moderne Konzepte der Hypno-, EMDR- und Teiletherapie zurück: die Arbeiten von Janina Fisher zu den Verteidigungsreaktionen, auf Sandra Paulsen und ihrer Arbeit mit vorsprachlichen Traumata auf der Basis von Jaak Panksepp sowie Dr. Jochen Peichls langjährige Erfahrung mit der Nutzung von Hypnotherapie und Ego-State-Therapie bei der Behandlung von Menschen mit traumaassoziierten Störungen.

Dozent
Dr. med. Jochen Peichl
ist Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Neurologie und ist in eigener Kassenpraxis, als Trainer für Ego-State- und Traumatherapie tätig. Bis Ende 2010 war er Oberarzt in der Klinik für Psychosomatik am Klinikum Nürnberg. Er ist weitergebildet als Psychoanalytiker und Psychodrama- und Gruppentherapeut. Von 1989 bis 1992 war er Leiter der „Schlaf- und Traumforschung“ der Abteilung für Psychosomatik an der Universität München. Ab Juli 1992 war er leitender Oberarzt der Klinik für Psychosomatik am Klinikum Nürnberg, wo er eine Abteilung zur Behandlung von Menschen mit Traumafolgestörungen gründete und 20 Jahre leitete. Er absolvierte eine Weiterbildung in EMDR-Therapie, Ego-State-Therapie und Hypnotherapie. Im Dezember 2010 gründete er das Institut für Hypno-analytische Teilearbeit und Ego-State-Therapie in Nürnberg.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind Somatoforme Störungen, Borderline-Störungen, traumaassoziierte Störungen und Lehre als Weiterbilder. Er ist Autor mehrerer Bücher und Fachartikel zu den Themen Arbeit mit inneren Anteilen und Behandlung von Traumafolgestörungen.

Übersichtsliste seiner Publikationen

Datum und Ort
22.07.2020, 09:30 – 17:00 Uhr
vfkv Ausbildungsinstitut München, Lindwurmstr. 117, München

Kosten
160,00 EUR

Fortbildungspunkte
Für diese Veranstaltung erhalten Sie 10 Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern.

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Gewalterfahrungen hinterlassen ihre Spuren im Körper und sind durch die  Summe der Erfahrungen im Fühlen, Denken, Handeln und durch charakteristische Bewegungs- und Haltungsmuster geprägt. Wo ist der blinde Fleck in der Wahrnehmung? Wie kann dieser blinde Fleck über sensible Körperarbeit in das Bewusstsein integriert werden? Welche klassischen Symptome und Gefühle begleiten Betroffene, wenn Körperbereiche über Bewegung wieder spürbar werden? Traumatisierte Menschen berichten nach körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt über ein komplexes Mischbild verschiedenartiger Beschwerden.
Auf der Körperebene klagen Betroffene oft über multiple Schmerzen im gesamten Muskel-Skelett-System, Ekel- und Schamgefühle, Missempfindungen, Aversion gegen Berührung sowie Gefühllosigkeit. Der Workshop lädt dazu ein, die  Feldenkrais-Methode und physiotherapeutisches Vorgehen kennenzulernen und  die Affektregulation auszuprobieren. Feldenkrais ist eine Methode somatopsychischen  Lernens über -Bewusstheit durch Bewegung und Berührung-, welche unmittelbar spürbar ist und sich unbewusst oder bewusst auf das Körpererleben überträgt. Anhand von Fallbeispielen werden komplexe Körperbeschwerden, Therapieverlauf und die traumasensible Körpermethode vorgestellt und erklärt, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Psychotherapie, Feldenkrais und Physiotherapie gelingen kann.

Dozentinnen
Dr. Melanie Büttner
Dr. med. Melanie Büttner ist langjährige Mitarbeiterin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar (TU München). Sie betreut die Sprechstunde für sexuelle Störungen und arbeitet ambulant und teilstationär mit traumatisierten Menschen am Thema Sexualität. Im ZEIT-ONLINE-Podcast „Ist das normal?“ beantwortet sie wöchentlich Fragen rund um das Thema Sexualität.

Karin Paschinger
Karin Paschinger ist Physiotherapeutin und Feldenkrais Pädagogin. Sie ist in der zentralen Physiotherapie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München tätig. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von orthopädischen,  postoperativen und chronischen Schmerzpatienten. Seit über 10 Jahren liegt ihr Schwerpunkt auf der Körpertherapie mit  Betroffenen von körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalterfahrung.

Datum und Ort
08.11.2019 von 9.30 – 17.00 Uhr
09.11.2019 von 9.30 – 17.00 Uhr
Lindwurmstr. 117, München

Kosten
312,00 EUR

Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Feldenkrais Pädagogen und Körpertherapeuten.

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